Ethik

SIE WOLLEN NUR SICH

1. Adieu
2. Sie wollen nur sich
3. Siegerin
4. Entschuldigen Sie mich
5. Der Ochse
6. Bist Du von Sinnen?
7. Requiem*
8. Ode an die Freude*
9. Missverstandenes Kind

* Mit Anmerkungen in diesem Booklet,
die zum Verständnis der Texte notwendig sind.

Dieser Tonträger ist bis auf Weiteres nur bestellbar unter:

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Der CD Verkauf ist eine reine Spendenaktion und die Gestaltung der Zusendungen wird nicht absonderlich professionell ausfallen. Es geht darum, die Produktionskosten möglichst gering zu halten, um mehr spenden zu können. Der Preis einer CD beträgt 15 Euro gegen Vorauskasse. Der Betrag ist zu überweisen auf das Konto von Stefan Kröpels:

PSD Bank Nord
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BIC: GENODEF 1PO8

Eine Spendenaktion zu starten, ist in der heutigen Zeit gar nicht mehr so unkompliziert. Denn wem kann man im sozialen Sektor eigentlich noch trauen? Ein Großteil der karitativen Branche ist mittlerweile vom Direkt Dialog verseucht. Die Tendenz ist steigend. Die betreffenden Hilfsorganisationen berauben sich meiner Meinung nach damit selber ihres wertvollsten Kapitals:

dem Vertrauen ihrer Spender.

Was der Direkt Dialog ist und wie er funktioniert erfährt man unter Direct Dialog.

Bitte geben Sie bei Interesse Ihre Postadresse an. Ihre Daten werden nach Versendung der CD wieder gelöscht. Drei Links zum Probehören sind auf dieser Website eingerichtet. Die Ware ist nach Erhalt vom Umtausch ausgeschlossen.

 

Ethik sind:

Manuel Dengler………………………………. Vocal
Sören Blüthgen und Alan Sokol ……… Arrangements, Produktion und kompositorische Beratung
Stefan Kröpels ……………………………….. Text und Musik

sowie diverse Studiomusiker

Alle Rechte vorbehalten. Management, Gestaltung des Titelbilds und Fotografien by Tommy Kröpels.

Konsequenzen der Ethik
(Philosophische Fragmente aufgelistet in vier Teilen)
2. überarbeitete Auflage

978-3-347-06328-0 (Paperback)
978-3-347-06329-7 (Hardcover)
978-3-347-06330-3 (e-Book)

Konsequenzen der Ethik 2
(weitere Fragmente)
2. überarbeitete Auflage

978-3-347-05872-9 (Paperback)
978-3-347-05873-6 (Hardcover)
978-3-347-05874-3 (e-Book)

ADIEU

Mama Blues gab ihm die Flasche,
und eben diese sprach im Geist zu ihm und sagt:
Sie fragt: Was trinkst Du so?
Sie meint auch sie wär´ gerne voll.

Da wollt er wegrenn´n
stand schon in der Tür,
Schaut noch her zu ihr
und trank sie leer.

Mama Blues gab ihm Gefühl,
doch nicht zuviel,
eher steril
wenn man so will.

Total von der realen Welt getrennt,
und niemand denkt…
und keiner kennt…
und die Seele brennt…
…sich aus

Er will da wieder raus.

Wie Du in Dir Gutes suchst,
wissen willst, was los ist,
wie Du in Dir Glauben suchst,
Glauben, dass Du groß bist.

Wie Du Dir im Wege stehst
und dann noch meinst, ich räum´ Dich auf,
Wie Du wieder von mir gehst,
ich nehm das länger nicht in Kauf.

Adieu

Wie Du immer meinst, dass Du so bist,
so wie Du bist, so wie Du sein willst.
Wie Du immer glaubst, dass Du so stark bist,
nicht mehr merkst, wie Du die Schwächen zeigst.

Wie Du die Achtung vor Dir selbst verlierst,
die halben Dinge kaum zu Ende führst…

Adieu

Und wenn der Krieg beginnt,
und die Zerstörung um sich greift.
Dann sind da immer ein paar wenige,
die glauben, stark zu sein,
Nur sterben müssen andere.

Allein.

Und das Denkmal, das da steht,
Und uns erinnern soll an einen Unbekannten,
ist aus Stein, nicht wahr?

Und wenn der Homo Sapiens bemerkt,
dass er die Brille, die er auf hat,
nicht mehr finden kann,
sucht er die Wahrheit in der Hochfinanz.

Hab lange versucht,
die Dinge positiv zu seh´n.
Problemen aus dem Weg zu geh´n.
Versteh mich nicht falsch,
es war sicherlich schön,
ohne zu ahnen, dabei unterzugeh´n.

Adieu, Adieu, Adieu…

SIE WOLLEN NUR SICH

Das sind wahnsinnig Verliebte und die halten´s kaum noch aus,
und wenn die so in Flammen stehen, brennt fast das ganze Haus,
und 1000 schöne Nächte haben die zusammen verbracht,
und wenn sie heut´ gekommen sind,
1001 Nacht.

Sie gehen in´n Park,
sie wollen nur sich,
zu weit ist der Nachhauseweg,
warten können die nicht,
sie fühlen autark,
so wie das halt ist,
zu zweit auf dem Nachhauseweg…

…sie lieben sich.

Sie sitzen g´rad´ im Restaurant, sie lachen ohne Grund,
sie zieht ihn mit den Augen aus,
Strohhalm in den Mund,
dann knöpft sie sich die Bluse auf, völlig ungeniert.
Sie schaut ihn an, er wartet d´rauf, man spürt, wohin das führt.

Sie gehen in´n Park,
sie wollen nur sich,
zu weit ist der Nachhauseweg,
warten können die nicht,
sie fühlen autark,
so wie das halt ist,
zu zweit auf dem Nachhauseweg…

…sie lieben sich.

Freud´sche Theorien imponieren ihnen,
sie denken genial, sie denken genital,
Hat nun er sie, hat nun sie ihn, sag, wer hat hier wen vermisst?
Sie lieben ihre Liebe, sie zu lieben, wie sie ist.

SIEGERIN

Siegerin,
jetzt bist Du wieder Siegerin,
wie Du mir gegenübersitzt,
so langsam wieder freundlich,
das gleicht Musik.

Siegerin,
jetzt bist Du wieder Siegerin.
Genau wie ein Gewitter,
das bald vorüber ist,
vorüberzieht.

Die Bar, in der wir sitzen,
mit fahlem Licht, vernebelt, trüb,
das steht ihr,
Deine aufgeklärten Blicke geben Wärme,
und ein kleiner Funken Sonne schimmert durch.

Die ersten netten Worte,
das erste Lachen, weißt Du wie?
Das steht Dir.
Deine ersten weißen Wolken,
das sind Wolken, aber weiß,
schon verziehen.

Siegerin,
jetzt bist Du wieder Siegerin,
Freiheit in Gedanken,
Freiheit in Dir drin,
Freiheit auch in Zukunft,
weiterhin.

Siegerin,
jetzt bist Du wieder Siegerin,
Du sagst mir, weißt Du, dass das manchmal nötig ist,
ich hab´ Dich lieb.

ENTSCHULDIGEN SIE MICH

Entschuldigen Sie mich,
ich suche den Erfolg,
muss ich links, muss ich rechts,
geradeaus gehen?

Ich weiß schon, was Du sagst,
ich sei viel zu verträumt,
kann das nicht,
hör´ auf mich,
lass uns ausgeh´n.

Entschuldigen Sie mich,
wenn ich nochmals stören sollte,
seh´ ein Licht, merk es nicht,
langsam ausgeh´n.

Hörst Du nicht den Schrei in Dir,
dass man könnte, wenn man wollte?
Will es seh´n, will es schön,
lass und rauf geh´n.

Bin kaum noch bei Bewusstsein,
und alles scheint mir schön,
kann gar nicht mehr nach außen,
aber tief nach innen sehen.

DER OCHSE

(Text von Jupp Hussels)

Als ein Ochse einen Wagen,
voll mit Mist beladen, zog,
fing er an, sich zu beklagen,
weil die Last zu schwer ihm wog.

Als man ihm dann aber sagte,
dass sein eigener Mist es wär´,
über den er sich beklagte,
fiel die Last ihm doppelt schwer.

Doch er trug sie mit Geduld,
was ja auch verständlich ist,
denn es war je seine Schuld,
warum macht er so viel Mist?

BIST DU VON SINNEN?

Morgens Adombran,
und abends Captagon,
die Nacht wurde zum Tag gemacht,
Undank ist der Liebe Lohn.

Bist Du von Sinnen?
Es ist aus mit uns und ich will nicht neu beginnen.
Alles, was noch fehlt,
alles, was noch zählt.

(Chorus)

Und ich habe kein Recht zu hassen,
denn ich habe ein Recht auf Liebe,
und ich habe kein Recht zu bestrafen,
ich berichtige nur im Boykott.

Und ich habe auch kein Recht zum Vorwurf,
denn wer Recht haben will, kann doch fragen,
und ich habe kein Recht zu verändern,
nur Vertrauen hilft Zeit aus der Not.

Bist Du von Sinnen?
Es ist aus mit uns und ich will nicht neu beginnen.
Nicht von außen, nicht von innen,
liebe Freunde und Freundinnen,
bist Du von Sinnen?

REQUIEM

Stehe hier vor ihrem Grabstein,
bin erschüttert bis ins Mark,
denn sie wollte nicht bloß brav sein,
und ihr Wille war sehr stark.

Zwar hat sie mich nie beachtet,
dafür ich sie umso mehr,
jedes Mal, wenn sie nur lachte,
war verzaubert alle Welt.

Mit Töten hat das nichts zu tun,
es geschah alles für die Ehre,
erst gebetet, dann gefastet und den Minirock bestraft.

Mit Töten hat das nichts zu tun,
kommt mir bloß nicht in die Quere,
voll Verzweiflung, voller Leere,
fließen Tränen auf ihr Grab.

ANMERKUNG ZU REQUIEM:

Nachdem dieser Song produziert worden war, fragte Sören mich, was mit dem Text eigentlich gemeint ist? Die Anderen konnten es ihm offensichtlich auch nicht sagen.

Ich antwortete ihm, dass „Requiem“ als Islamkritik gedacht ist. Im Islam werden zuweilen Frauen getötet, weil sie gegen die Kleiderordnung verstoßen haben. Sie waren also nicht verschleiert oder trugen eine Burka, sondern sie kleideten sich beispielsweise mit einem Minirock. Theoretisch würde schon ein kurzärmliges Hemd ausreichen, um exekutiert zu werden. Selbstverständlich auch im Hochsommer…

Oftmals werden die betreffenden Frauen von Familienmitgliedern getötet, die glauben, damit die „Familienehre“ wieder hergestellt zu haben. Deshalb bezeichnet man diese Praxis auch als „Ehrenmorde“.

Der Song handelt nun von jemandem, der sich in solch ein frei gekleidetes Mädchen verliebt hatte. Sie wurde umgebracht. Was geht nun in ihm vor?

ODE AN DIE FREUDE

(Text: Friedrich Schiller, Musik: Fantasie über ein Thema von Ludwig van Beethoven)

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
wir betreten Feuer trunken,
Himmlische, Dein Heiligtum.

Deine Zauber binden wieder,
was die Mode streng geteilt,
alle Menschen werden Brüder,
wo Dein sanfter Flügel weilt.

Wem der große Wurf gelungen,
eines Freundes Freund zu sein,
wer ein holdes Weib errungen,
mische seinen Jubel ein.

Ja, wer auch nur eine Seele,
sein nennt auf dem Erdenrund,
und wer´s nie gekonnt, der stehle
weinend sich aus diesem Bund.

ANMERKUNG ZU „ODE AN DIE FREUDE“:

Die Sinfonien von Ludwig van Beethoven gehören zum Größten, was in der Musikwelt je ersonnen worden ist. Es wurden in ihnen Grenzen gesprengt und überboten, die bis heute in dieser Gattung Maßstäbe gesetzt haben. In seiner neunten und letzten Sinfonie drehte Beethoven offenbar völlig durch und begann, Vokalstimmen (Tenor und Chor) in einer Sinfonie zu verwenden. Das war zur damaligen Zeit dermaßen revolutionär, dass das Publikum bei der Uraufführung mit Unverständnis und Verstörung reagierte. Eine Sinfonie – das war die allgemein verbreitete Ansicht – hatte unbedingt ein Instrumentalwerk zu sein!

Beethoven war daraufhin im Begriff, die Sache umzuschreiben, und wenn er das tatsächlich unternommen hätte, wäre die Musikgeschichte um eines ihrer populärsten Werke betrogen worden. Der Schlusschor „Ode an die Freude“ ist sogar zur Europa-Hymne avanciert und von den meisten Menschen dieser Welt irgendwann schon einmal gehört worden, auch wenn viele diese berühmte Melodie aus Unwissenheit nicht Beethoven zuordnen können.

Wir haben es uns nun angemaßt, eine kleine Fantasie über dieses Thema vorzulegen. Den Text von Friedrich Schiller, den Beethoven in seiner Sinfonie vertonte, haben wir zwar beibehalten, aber der arme Beethoven hätte wohl keine Freude an unserer Version gehabt…

Wenn er hingegen gewusst hätte, dass sich 200 Jahre nach seinem Tod immer noch alle möglichen Freaks von seiner Musik inspiriert fühlen werden, hätte er vielleicht kein Problem damit gehabt.

Er war vor allem ein Freidenker.

MISSVERSTANDENES KIND

(englischer Text von und mit Martin Luther King)

Sichtlich schwer sich vorzustellen,
wie Du geworden bist wie sie,
ihr Leben wurde abgespritzt,
ihre Venen zeigen wie…

Der erste Schuss schoss kostenlos,
man nennt das „Deal“ und manche Mord,
nach vierzehnjährigem Lebensgruß,
flog sie ein letztes Mal

für immer fort.

Mutter hat geweint, wie die Mütter nun ´mal sind,
Vater sucht den Grund für das missverstandene Kind.
Berührt, verführt von aller Schönheit in ihr.
Total verwirrt, warum sind wir denn hier?
Wo gehst Du hin?
Kann denn wirklich niemand was dafür?

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